ich höre es bereits deutlich.
- Wetterbericht checked
- Straßenzustandsbericht checked
- Stromladestand checked
- Fahrverfassung des Steuermannes checked
- Übernachtung in Honnigsvåg checked
- Vorfreude riesig checked
So windete sich der Weg zuerst der Küste entlang bei prächtigem Wetterspiel. 





Ein Tunnel unterquert einen ganzen Fjord. Zuerst fuhr ich im Tunnel ein paar Kilometer mit 10% Neigung der Hölle entgegen, die Temperatur kletterte dabei von -10 auf +5 Grad. So konnte sich die Stromkutsche von viel Eis und Schnee befreien. Unter dem Fjord tief angekommen, überwand der Tunnel mit der entsprechenden Steigung auf der anderen Seite die notwendige Höhe. Das automatische Tor öffnet sich und ich bin der Vorhölle entronnen.

Das Nordkapp kommt näher und kurz vor elf erreiche ich den Startpunkt des Konvois.
Die letzten Kilometer über das Plateau darf nur im Konvoi gefahren werden, vorne und in Schneepflug und hinten ein Strasseninspektoratswagen als Besenwagen. Neben mir war nur noch ein Mann mit einem Jeep mit Standheizung und Hund, einem belgischen Kennzeichen am warten auf den Start des Konvois. Später stellte sich heraus, dass er weder englisch, noch französisch, noch deutsch parlieren konnte, seltsam.
Punkt elf geht es los, wir 2 brettern hinter dem rasenden Schneepflug her, zu pflügen gab es nichts. Die Fahrt entpuppte sich dank den super Bedingungen als Kaffeefahrt ins Blaue. Irgendwie war ich ein wenig enttäuscht darüber, denn all meine Vorbereitungen in Kettenanlegen, Abschlepphacken montieren, beste Schleuderkonfiguration der Stromkutsche evaluieren, zusammenstellen des Ueberlebenspackages waren umsonst. Janu in der Fliegerei hab ich gelernt: be prepared for the unexpected.
Dafür war der Moment um so grandioser, ganz alleine am Nordkapp unter der Weltkugel zu stehen und das große nördliche Fernweh aufsteigen zu spüren.

Zum Glück ist eine große Ausstellungshalle gebaut, in welche ich mich trotz all meiner wärmsten Kleidungsstücke jeweils zum Aufwärmen zurückziehen konnte.







Und dann kamen die Horden der Hurtigrutenfahrenden in 4 Bussen angekarrt. Zum Glück hatte ich zuvor das Kapp für mich alleine, resp zusammen mit dem belgischen Mann. So machte ich mich auf die Suche der beiden Geocaches, ohne sie zu finden. Obwohl sie in der letzten Zeit mehrfach gefunden wurden und das Hilfsbild ganz eindeutig war, ich fand sie nicht. Vermutlich hat die Eiseskälte mit dem Wind die Pupillen zu tunnelblickenden Ferngläsern verwandelt.
Zum Abendbrot bestellte ich frittierte Zungen eines Fisches, der sich als Kabeljau (oder war es doch der Dorsch? ) mit Hilfe von Googletranslate herausstellte. Eine besondere Erfahrung, sich beim Essen von einem Fisch geküsst zu fühlen.

Wetter: -10 bis -7 Grad, im Tunnel kurzfristig +5, windig und wolkig
Strecke:


Wow – juhuuuuuu und congratulations! So imposant und eindrücklich! Meeegaschön alles! Nach nur einer Woche schon am Ziel ???! Und jetzt? …. bin gespannt….
Enjoy and take care
Zum Glück hast du geschrieben, dass ich die Spur finden werde, was mir sehr gut gefallen hat zu lesen. Jetzt folge ich dieser Spur und bin gespannt, wo sie mich noch überall hinführt. Die Nordlichter verstecken sich bis anhin hartnäckig ?
Die Nordlichter kommen erst dann wenn du nicht mehr auf sie wartest….irgendwann, plötzlich, ganz unerwartet….sind sie da! ?
… und da zeigten sie sich… vermutlich hat das ? genutzt. Ein magisch schönes Erlebnis war es.
Thomas im Glück und les Suisses freuen sich mit. Vielen Dank für die eindrücklichen Bilder und Texte. Jetzt fehlen noch die Nordlichter… die Daumen bleiben gedrückt!
Ja du sprichst mir aus der Seele, die Nordlichter haben sich bis anhin sehr zurückhaltend gezeigt. Gestern Nacht sass ich erfolglos draussen. Aber sie haben noch Zeit sich zu zeigen und ich glaube, es wird bald passieren. Ich freue mich so riesig drauf.
Hallo Thomas,
Deine Tagesberichte sind super spannend zu lesen! Fast ein wenig schade kommst du so schnell voran 😛
Wir sind zu Hause gespannt auf die Nordlichter! Drücken dir fest die Daumen, dass es klappt!
LG aus dem fast so winterlichen CH
Marco
Hej Marco, danke für deine Antwort. Ja die Fahrt war nachdem das Chaos in Schweden überstanden war, eine Kaffefahrt, entsprechend relaxt und schnell kam ich vorwärts. Noch viele schöne Ort liegen vor mir, mögen sich die Lichter zeigen…