Nach halbem Weg über das Fjell nach Alta in Norwegen bog ich in Kautokeino ab zu Juhls Silbergallerie. Nachdem ich ins absolut persönlich gestaltete Haus durch die Silberschmiede eingetreten war, steuerte ein junger Mann auf mich zu und begann zu erzählen, während er mir auf einem Rundgang durch das Haus den Weg zeigte.











Iver s Grosseltern trafen sich in den 50erJahren in Lappland, die Grossmutter kam aus Dänemark und der Grossvater aus Deutschland, liebten sich und bauten ein erstes kleines Atelier. Es gab noch keine Straße, keine Bauunternehmungen. Sie bauten mit immenser Schaffenskraft ihr Paradies auf. Ursprünglich reparierten sie den Silberschmuck der Samen und entwickelten schon bald die Motive weiter. Das Atelier wurde immer wieder durch neue Anbauten ergänzt und vergrösserte sich so ständig. Heute arbeiten 15 Personen ständig im Haus. Sie produzieren Silberschmuck nach alten und neuen Interpretationen der Naturformen der Tundra. Dank ihm konnte ich viel über das Leben der Samen, der Rentierzucht aber auch der schwierigen Situationen der samischen Minderheit mit dem norwegischen Staat. (Jede Demokratie muss sich ach daran messen, wie sie mit Minderheiten umgeht) So verflogen die Stunden wie der Adler in der Thermik und ich fuhr die zweite Teilstrecke bis Alta. 






Nach einem Ladestopp mit Lektüre nahm ich den Weg bis Russenes unter die Räder. Alle Bilder mit Sonne sind um die Mittagszeit entstanden, ja es sind hier die ersten Tage im Jahr, an welchen sich die Sonne nach dem nordischen Winter wieder kurz über dem Horizont zeigt)
Dick eingehüllt bin ich heut Nacht auf Nordlichtjagd – bis jetzt erfolglos. Vielleicht werden sie durch meine klappernden Zähne vertrieben.
Wetter: -20, -13, -18, leicht bewölkt, wenig Wind
Strecke:


Eifach nume wow – mega schön.
Gnüsses und für Hei muesch nöd prassiere….es schiffed zum tuusigschte mol i dem Johr.
Jäso denn pressier ich nöd, solang‘s kei Thermik i de CH git und gnüsse weiterhin mini Winterreis.
Beindruckend und faszinierend sind deine Bilder! Wir warten täglich gespannt auf deine Zeilen. Es ist so, wie wenn man in der Vorweihnachtszeit täglich ein Adventstürchen öffnen darf. Vielen Dank, dass wir so an deiner Reise teilnehmen dürfen! Gerade vorhin erreichte mich deine Erfolgsmeldung. Herzliche Gratulation! Hast du dich nach einem Geocache umgeschaut? Es hätte zwei Tradis, aber vermutlich zu schwierig in dieser Jahreszeit… 😉
Geniesse weiterhin deine Auszeit – liebe Grüsse!
Ja die Geocaches wollten mir einfach nicht in die Hände fallen. Vermutlich, weil mein Cachermaster nicht anwesend war. Heut Abend nach dem Essen 100m entfernt nochmal ein einfacher, heute gefunden. Und wieder die gleiche Leier, nix die Bohne, nur neugierig guckende Menschen, die sich vermutlich fragten, was der in der Kälte die ganze Zeit um das gelbe Geländer streift. Ist was für wärmere Tage zu Hause.
Villadurchzug.ch macht süchtig! Sehn-süchtig und auch sonst…. Ich gebe zu, dass ich mich nun schon zum zweiten Mal dabei ertappt habe, schon am späteren Nachmittag und dann am frühen Abend nachzuschauen, ob der Thomi wohl seinen neuesten Tag bereits beschrieben hat (oder ob er sich von der „überaus netten Hotelreceptionistin bespassen“ lässt….). Aber lass‘ dich von meinem Suchtverhalten nicht stressen!
Herzlichen Dank für die tollen Einblicke in ferne Welten. Alles Gute und heb‘ Sorg.
lG Urs
Lieber Urs, das freut mich sehr zu lesen. Ich hoffe, es entstehen noch ein paar Geschichten bis zur Rückkehr, damit der „Sucht“ genüge getan werden kann ?
So spannend und auch schön, echli dabei zu sein! Erwarte jeden Tag deinen Bericht und die schönen Fotos mit Spannung! Und du scheinst es richtig zu geniessen!
Liebe Doris, ich nehme dich gerne mit auf die Reise. Du schreibst es, der Genuss ist gross. Vorallem hab ich mir im Vorfeld die Reise gar nicht so schön vorstellen können, wie sie sich nun gestaltet.