Ein weiterer Tag verweilen in einer Hütte in Hetta mit Sauna und Schneeschuhen lässt den Pegel der Gelassenheit merklich ansteigen. Bei sonnigem, kaltem knackigem Winterwetter fand ich in diesem Jahr zufällig den Weg hoch auf einen kleinen Hügel mit Aussicht ennet dem See.











Nachdem heute Mittag ungefähr -12Grad herrschte, kam ein Wind aus Südwesten auf, der die Temperatur innert Stunden auf plus 3 Grad trieb. Diese Warmlufteinbrüche kommen immer häufiger und heftiger gar in Finnisch Lappland vor, wo es normalerweise um die -20Grad wäre. Dies hat zur Folge, dass die oberen Schneeschichten tauen, anschliessend in der erneuten Kälte wieder festfrieren und für die Rentiere der Samen undurchdringbar werden. Sie erreichen ihre Moose auf dem Grund durch das Scharren nicht mehr und verhungern. In den letzten Jahren nahm der Rentierbestand bereits um die Hälfte ab.
Das erscheinen mir die wichtigen Probleme, die wir als Menschheit angehen müssen, achselschweissstinkende Aktionen in der Ukraine von zukurzgekommenen Diktatoren sind wenig hilfreiche Lösungsstrategien in diesen Tagen.
Der Tag endete süss, mit den bewährten Runebergintorttu.



Auch wenn selbst ein filterloser Blick so rosarote Touristenidylle vorgaukelt, machst Du in markigen Worten auf die Klimamisere aufmerksam. Vielen Dank für diese wichtigen Gedanken!
Und zu Deinem Futter (abgesehen von der Saunawurst mit Verdauungs- und Desinfektionsbeilage): Gut hast Du eine Mämmi-Alternative! Der Auftisch sieht ja fast aus wie bei der Stiftung Warentest. Wir warten gespannt auf das Rating.
Die Torttuauswahl ist in diesem Jahr beachtlich und alle Ausführungen schmecken vorzüglich. Vermutlich ist dies meinem Streben nach Süssem und einer gewissen Sentimentalität geschuldet, im Gefühl begründet, viel Torttu essend den Menschen im Norden näher zu kommen. (Als würde das mit Fasnachtschüechli im umgekehrten Fall funktionieren 😌)