Heute kam es anders als geplant, alle Straßen gegen Norden nach Trondheim waren wegen den verheerenden Regen- und Schneefällen gesperrt, ebenso die Straße ostwärts nach Schweden. Bliebe nur noch der Weg wieder zurück nach Oslo offen. Dies liegt jedoch entgegengesetzt meiner allgemeinen Richtung gegen Norden. Also einen Tag in Røros hibernieren.

Die Reise in Norwegen nordwärts in den kommenden Tagen weiterzuführen, erscheint unmöglich zusein, wegen dem vielen Schnee in den Bergen, den Überschwemmungen an der Küste und den dazugehörigen Gefahren. Einzige Möglichkeit, die morgen wieder geöffnet werden könnte, ist der Weg über die Hoheitsgebiete Schwedens. Doch morgen ist mein Coronatest nach 48h abgelaufen und ich brauche einen neuen Test. Flugs gebucht im Sykehus um 14.30 wurde mir dort termingerecht die Probe entnommen, untersucht und ein gestempeltes Papier übergeben. Wo der Test zu bezahlen ist, hat sich mir bis jetzt nicht erschlossen und alle vor Ort erklärten sich als unwissend, bevor sie verschwanden und ich wieder in der Kälte stand.
Zeit um Røros zu erkunden, eine alte Kupferminenstadt mit geschlossenen Läden, Kaffees und wartend auf Besucher im Sommerhalbjahr. Verstaubte Vergangenheit, gepaart mit Ballenbergfeeling trieb mich in das sehenswerte Bergbaumuseum, das aktuell eine Zusatzausstellung über das Schicksal der Sami in den Gebieten berichtet. Die jungen Norweger und Schwedinnen wüssten heute mehr über die Indianer in Amerika, als über die Sami in den nordischen Ländern. Es wird Zeit, dass die Ureinwohner endlich als rechtmäßige Bewohner des Landes akzeptiert werden. Noch heute sind wir weit davon entfernt. Mit wir meine ich auch uns.








