Über Nacht wurden die Wolken dicker und der Wind nahm zu. das Nordkapp ist auf das nächste Jahr vertagt. So fahre ich nach ausgiebigem Frühstück in Richtung Kautokeino (Norwegen) weiter, nachdem ich mich in Finnland noch einmal kräftig mit den Runebergintortu eingedeckt habe.


Noch etwas Nachmittagslichtstimmungen, bevor die Sonne knapp vor 15:00 endgültig für heute untergeht.




Bis anhin führte die Reise über 4899km und ich verbrauchte mit dem Oldtimer 1261kWh, wobei mehr als 25% der Energie wohl für die wohligen 20Grad im Fahrzeuginnern verbraucht wurde.

Heute gebärdete sich der Blauwal etwas seltsam. In Karasjok brach die Superchargerladung mit einer Fehlermeldung ab und der Chargeport zeigte ein rotes Licht. Dafür kalkulierte der Bordcomputer, dass ich in Kautokeino mit 7% Batterieladung ankommen werde. Frohgemutes fuhr ich los und kämpfte nach dem Grenzübertritt und somit Providerwechsel mit der Internetkonnektivität. Nach 20km Fahrt von 160km rechnete der Bordcomputer mit einer Restkapazität von -9% bei der Ankunft. Bis zum Ziel gibt es keine Lademöglichkeiten, nur Rentiere. So fuhr ich halt irritiert wieder zurück zum Supercharger. Der wurde in der Zwischenzeit als geschlossen angezeigt…
Dort angekommen funktionierte zum Glück der Lader und ich lud auf 25% Ankunftsrestkapazität. Vermutlich ist der Gegenwind stärker als erwartet. Während der Fahrt jedoch verbrauchte ich nun seltsamerweise deutlich weniger und kam mit 33% in Kautokeino an. Mit solchen Algorithmen hat man wenig Freunde. Vielleicht war der Auslöser auch die Zeitdifferenz beim Grenzübertritt von Finnland nach Schweden von einer Stunde 😉
Nach dem traditionellen Fondue aus der Schweiz mitgebracht und zigmal tiefgefroren im Trunk durchgeschüttelt, besuchte ich die neue Haussauna von Ari.


Nun habe ich einen Jetlag von einer Stunde 🤪 und bin um 21:45 müde als wäre es 22:45.
Die Nordlichter verstecken sich hinter einer dicken Wolkendecke 😌

