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Tag 8 – Snowboard los

Auch heute Morgen wieder knackige Temperaturen vor dem Hüttli. Irgendwie gewöhnt man sich daran und glaubt, die chemischen Prozess verlangsamten sich, jungbrunnenmässig. Dafür scheint die Sonne knapp über dem Horizont und mir ist nach snöben.

Habt ihr mal ein Handy geladen, das eine Nacht bei minus 20 Grad draussen lag? Im Moment passiert Diebs Experiment mit meinem 2.2Tonnen schweren „Handy“ mit 4 Rädern, der Stromkutsche. Ich hab herausgefunden, dass der Wagen an 220 Volt angeschlossen ungefähr eine Stunde benötigt, um seine 600 kg schwere „Handybatterie“, die auf -20 Grad ausgekühlt ist, soweit aufzuwärmen, dass sie überhaupt geladen werden kann.

Ich vertraue auf das brilliante Batteriemanagemntsystem des Wagens und geniesse die kurze Fahrt ins Skigebiet nach Ylläs.

Die letzten 3 Bilder zeigen abwechslungshalber mal den Mond ?, die meisten anderen Bilder entstanden zur Mittagszeit.

Die Pisten sind hervorragend präpariert, kompakt, griffig, breit und nirgendwo eisig. Denn es taut hier nie, die Sonne hat zuwenig Kraft dazu und die Temperaturen verharren verlässlich unter 0 Grad. Der höchste Gipfel des Hügels ragt knapp 300m über das Flachland hinaus, die längste Piste, erschlossen mit einer Gondelbahn ist knapp 3 km lang. Für Alpinisten aus dem Alpenbogen sind dies überschaubare Kennzahlen. Doch die Neigung, Präparierung und breite der Piste passt, mit ganzem Schwung und Kraft Carvinggräben zu ziehen. Zum Glück können die Beine in der Gondolafahrt hoch jeweils etwas entsäuern.

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Darum bin ich nun bei 6 Schichten angekommen…

Damit ist die Kälte gut zu meistern. Am Abend habe ich die ersten 3 Frostbeulen an den Händen aufgestochen.

Nach gefühlten 100 Abfahrten kutschte mich der Stromer am Abend weiter nach Levi, ins nächste Skigebiet mit Worldcuppiste ?

Wetter: -17 bis -25 Grad, wolkenlos

2 Kommentare

  1. Herr Ärmel Herr Ärmel

    „Was Nils Holgersson betrifft, so hatte er wohl recht gutes Wetter gehabt, solange er noch in Lappland gewesen war… Jenseits der Schwärze sah man im Osten hellblaue Hügel, doch entlang des Horizonts verlief ein langer, schimmernder Bogen aus gezackten, vielförmigen Bergen. Sie hatten eine so milde, weiche und strahlende Farbe angenommen, daß er sie nicht Rot und nicht Weiß und nicht Blau hätte nennen können. Es gab keinen Namen für diese Farbe.“

    • villadurchzug villadurchzug

      So wahr die Beschreibung, so schön die Landschaft. Nils ich fliege gerne mit Dir weiter.

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