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Tag 2 – bitte folgen

Das fahren fahren fahren auf der Autobahn ging heute weiter. Abwechslung brachte die erzwungene Nachfahrt hinter einem Polizeiauto bis zur nächsten Autobahnraststätte. Die baten mich schriftlich blinkend mit ihrem auf dem Dach montierten Display, Ihnen zu folgen. Da ich im Vorfeld der Reise bereits wilde Geschichten über Polizisten in München gehört habe, beschloss ich, ihrem Wunsch Folge zu leisten. Vermutlich, so dachte ich, wollten sie einfach mal die Stromkutsche etwas genauer erklärt erhalten, alles bereits erlebt so in der Schweiz.

Ihre Idee war, dass ich schmuggeln würde, ich hatte die Vermutung, dass sie scharf auf mein Snowboard sind. Und meine Erklärungsversuche, warum ein Schweizer nach Finnland snowboarden fahren sollte, wollten sie nur zögerlich verstehen.

Nach der kleinen Erheiterung musste ich die verlorene Zeit (was bekanntlich ja nicht geht) aufholen und genehmigte mir eine Spassvollgasfahrt mit über mehrere Stunden bodenblechberührendem Strompedal. Die Geschwindigkeitsanzeige klebte bei abgeriegelten 225km/h. Naja nach ein paar Minuten flatterten meine Nerven, denn ich musste selber fahren, der Autopilot schaltet sich bei einer Geschwindigkeit von über 150km/h aus. Ebenso war beeindruckend zu sehen, wie der Stromverbrauch ins unermessliche stieg und die Batteriekühlung trotz 3Grad draußen auf Volltouren lief.

Am nächsten Supercharger eingetroffen traf ich die ersten für das Model 3 umgebauten Ladestationen an. Ein zusätzliches CCS-Kabel ist montiert.

Zudem war eine zweimannstarke Equippe vor Ort, welche weitere Stalls umrüstete. In einem gemieteten Lieferwagen aus Holland führten sie die Neuteile mit. Sie erklärten, dass aktuell 10 solcher Teams in ganz Europa unterwegs seien, auch in Österreich und der Schweiz.

In Kopenhagen konnte ich es wagen, den Wagen beim Hotel zu laden und schlummerte nach einem entsprechenden Becher rasch ein.

Wetter: 3 Grad wolkig bis heiter

2 Kommentare

  1. Herr Ärmel Herr Ärmel

    Also nicht die Vogelfluglinie. Trotzdem nochmals und wohl immer wieder Nils Holgersson v.a. zum Tag 1: „Die Erde wurde von Regenschleiern zugedeckt; Seen, Berge und Wälder verschwammen in einem undeutlichen Durcheinander und man konnte die Wegmarken nicht mehr erkennen. Die Reise ging immer langsamer voran, die fröhlichen Rufe verstummten und der Junge fühlte, wie die Kälte immer bitterer wurde. Trotzdem war er guten Mutes geblieben ….“ Letzteres trifft hoffentlich auch für den Schweizer Reisenden zu.

    • villadurchzug villadurchzug

      Erzähl mir weiter von Nils, dann sähe ich in die Zukunft. Die Tragik des Lebens liegt darin, dass es vorwärts gelebt und rückwärts verstanden wird. (Søren Kierkegaard)

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