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Tag 14: Sommarøy, am anderen Ende der Welt

Heute hat mich Jan aus Tromsø eingeladen, nach Sommarøy mitzufahren, wo er aufgewachsen ist. Die Gemeinde liegt ca 40km westlich von Tromsø am Atlantik und ist ein typisches nordnorwegisches Fischerdorf. Das Klima ist rau, die Arbeit als Fischermann noch heute anstrengend und gefährlich. Mittlerweilen ändert sich der Charakter des Dorfes. Reiche Bewohner von Tromsø bauen sich hier ihre Wochenendhäuschen an den Stränden und für Familien wird es immer schwieriger hier zu wohnen. Dan erzählt, dass die Banken Ferienwohnungen sorglos finanzieren, gleich teure Familienhäuser jedoch nicht, da eine Familie mit Kindern ein großes Risiko darstellt und der Ferienwohnungsmarkt boomt, die Preise steigen. In vielen Fischerdörfern sei das Problem, dass die Familienhäuser an die Kinder der ehemaligen Eigentümer übergingen und nun in Erbengemeinschften vergammeln. Meist bestanden die Familien vor 50 Jahren aus 4 bis 6 Kindern, so auch bei Jan. Das Elternhaus gehört nun den noch lebenden Geschwistern und wird als Ferienhaus verwendet, statt einer jungen Familie übergeben. Spontan zum Zvieri eingeladen erhaschte ich einen kurzen Einblick in den Sonntagnachmittag einer norwegischen Familie.

Typisches kleineres Fischerboot, das mit Netz im Atlantik vor der Küste Kabeljau (Torsk, Dorsch) und Heilbutt sowie Hering.
Die Fischer bringen den Fang in die Fabrik und verarbeiten ihn dort frisch weiter. Jedes Boot hat seine Fangqute, die nicht überschritten werden darf (Milchkontingent CH), um den Bestand zu schützen.
Ein wenig Karibikfeeling käme auf, wenn der Wind nicht so stramm und eisig wehen würde.
Der Berg war Inspiration der Eismeerkathedrale in Tromsø.
Sommarøy

Wetter:

Bewölkt, Regen und Schnee, starker Wind aus Südwesten, 0 bis 7Grad

4 Kommentare

  1. Herr Ärmel Herr Ärmel

    Die schwarze Farbe des Meeres in einigen Deiner Bilder bringt uns ins antike Griechenland und zum Philosophen Anaxagoras, der im 3. Jh. v. Chr. über „Mávro chióni“ (schwarzer Schnee) nachdachte. Ein Leben lang hat er sich mit der Betrachtung der Natur befasst. Daraus war er überzeugt, dass unser Wahrnehmungsvermögen trügerisch sei und wir stets hinterfragen sollten, was unsere Augen sehen. Ist Schnee weiss oder schwarz? Wenn Schnee gefrorenes Wasser ist und Wasser schwarz ist, dann muss auch Schnee schwarz sein. Mávro chióni q.e.d..

    Weil das nun geklärt ist, fordere Du Dein Wahrnehmungsvermögen mit den Nordlichtern heraus und geniess das faszinierende Spektakel.

    • villadurchzug villadurchzug

      Die Griechen wussten viel, über die Morphologie der Schneekristalle und deren Reflexionsvermögen eher weniger. Gerne wende ich mich den Lichtern zu und hoffe sie zu erhaschen.

  2. Frau Dramaturga Frau Dramaturga

    In der Tat reizt das türkis auf einen Sprung
    Wärs da nicht so weiss drumrum
    Als wär man nah vo Griechenland
    Der Dramaturga fehlt natürlich Sonne und der Palmenstrand
    Doch verzaubert diese Farbe wohl doch jeden
    Schön ist doch auch das Träumen eben
    Doch ein Schritt in das kühle Nass hinein
    Liese die Dramaturga laut aufschreien
    ja sie mag die Wellen lieber sanft und warm
    Du weisst in Sachen kalt wird sie schnell ganz arm
    Sie braucht die Sonne und das Licht
    Ein kühler Drink soll fehlen nicht
    Doch ich kann versuchen zu verstehn
    Das andere das halt gerne sehen
    Fasziniert den Himmelslichter lauernd
    Ohne mein Gestänke dauernd
    Drum geniess die ruhigen Stunden
    Bevor Dramaturgas Schwingungen dich umrunden

    • villadurchzug villadurchzug

      Danke für die Worte, die ich in meinem Herzen horte.

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