Heute hat mich Jan aus Tromsø eingeladen, nach Sommarøy mitzufahren, wo er aufgewachsen ist. Die Gemeinde liegt ca 40km westlich von Tromsø am Atlantik und ist ein typisches nordnorwegisches Fischerdorf. Das Klima ist rau, die Arbeit als Fischermann noch heute anstrengend und gefährlich. Mittlerweilen ändert sich der Charakter des Dorfes. Reiche Bewohner von Tromsø bauen sich hier ihre Wochenendhäuschen an den Stränden und für Familien wird es immer schwieriger hier zu wohnen. Dan erzählt, dass die Banken Ferienwohnungen sorglos finanzieren, gleich teure Familienhäuser jedoch nicht, da eine Familie mit Kindern ein großes Risiko darstellt und der Ferienwohnungsmarkt boomt, die Preise steigen. In vielen Fischerdörfern sei das Problem, dass die Familienhäuser an die Kinder der ehemaligen Eigentümer übergingen und nun in Erbengemeinschften vergammeln. Meist bestanden die Familien vor 50 Jahren aus 4 bis 6 Kindern, so auch bei Jan. Das Elternhaus gehört nun den noch lebenden Geschwistern und wird als Ferienhaus verwendet, statt einer jungen Familie übergeben. Spontan zum Zvieri eingeladen erhaschte ich einen kurzen Einblick in den Sonntagnachmittag einer norwegischen Familie.







Wetter:
Bewölkt, Regen und Schnee, starker Wind aus Südwesten, 0 bis 7Grad

Die schwarze Farbe des Meeres in einigen Deiner Bilder bringt uns ins antike Griechenland und zum Philosophen Anaxagoras, der im 3. Jh. v. Chr. über „Mávro chióni“ (schwarzer Schnee) nachdachte. Ein Leben lang hat er sich mit der Betrachtung der Natur befasst. Daraus war er überzeugt, dass unser Wahrnehmungsvermögen trügerisch sei und wir stets hinterfragen sollten, was unsere Augen sehen. Ist Schnee weiss oder schwarz? Wenn Schnee gefrorenes Wasser ist und Wasser schwarz ist, dann muss auch Schnee schwarz sein. Mávro chióni q.e.d..
Weil das nun geklärt ist, fordere Du Dein Wahrnehmungsvermögen mit den Nordlichtern heraus und geniess das faszinierende Spektakel.
Die Griechen wussten viel, über die Morphologie der Schneekristalle und deren Reflexionsvermögen eher weniger. Gerne wende ich mich den Lichtern zu und hoffe sie zu erhaschen.
In der Tat reizt das türkis auf einen Sprung
Wärs da nicht so weiss drumrum
Als wär man nah vo Griechenland
Der Dramaturga fehlt natürlich Sonne und der Palmenstrand
Doch verzaubert diese Farbe wohl doch jeden
Schön ist doch auch das Träumen eben
Doch ein Schritt in das kühle Nass hinein
Liese die Dramaturga laut aufschreien
ja sie mag die Wellen lieber sanft und warm
Du weisst in Sachen kalt wird sie schnell ganz arm
Sie braucht die Sonne und das Licht
Ein kühler Drink soll fehlen nicht
Doch ich kann versuchen zu verstehn
Das andere das halt gerne sehen
Fasziniert den Himmelslichter lauernd
Ohne mein Gestänke dauernd
Drum geniess die ruhigen Stunden
Bevor Dramaturgas Schwingungen dich umrunden
Danke für die Worte, die ich in meinem Herzen horte.