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Tag 15: entschleunigen in Lappland

Nach der kalten Nacht mit den tanzenden Schönheiten am Nachthimmel stattete ich heute den obligaten Besuch in Juhl‘s Silbergallerie ab: alles und beinahe alle sind noch da.

Ein Arbeitsplatz der Silberschmied:innen
Unter anderem solche Preziosen entstehen an einem solchen Arbeitsplatz, frisch geschlüpft.

Nach dem Besuch machte ich im Spital von Kautokeino den Covidtest, damit ich mit dem Zertifikat in Finnland einreisen darf. Der junge Mann schien Erbarmen zu haben und statt 800NOK erhielt ich es umsonst. Das Zertifikat wurde an der Grenze mit meinen Covidimpfungen gar geprüft, bevor ich einreisen durfte. Die kurze Fahrt nach Hetta liess mich weiter in der Wintermärchenwelt ankommen.

Im Land der Rentiere

Und zur Übersicht die angepasste Karte:

4 Kommentare

  1. Baumanns Baumanns

    Hoi Thomas,
    jetzt gehts gegen Süden zu. Du bist jetzt in Finnland; fährst Du jetzt Richtung gegen Schweden-Dänemark-Deutschland heimwärts zu?
    Wir wünschen Dir weiterhin gute Fahrt und pass gut auf; wir sind in Gedanken fest bei
    dir.
    Liebi Gruess vom Mammi und Däddy

    • villadurchzug villadurchzug

      Danke, ja werde über Schweden gegen Süden fahren, die durchreisenden Länder verlangen nun kleine aktuellen Coronatests mehr, was das Reisen stark vereinfacht. Der Weg über die baltischen Staaten halte ich zur Zeit mit Putins Irrsinn in der Ukraine leider als zu gefährlich.

  2. Herr Ärmel Herr Ärmel

    Der Biss in einen Heimweh-Säntis erübrigt sich nun wohl, da Du an Deinem Sehnsuchtsort bei den Rentieren angekommen bist …
    „Rentiere sind so eng mit der samischen Kultur verwoben, dass es in Norwegen per Gesetz ausschliesslich Samen gestattet ist, Rentiere zu besitzen. Die Tiere liefern Nahrung und Kleidung, sie dienen zum Transport und waren einst als Währung zur Abgeltung von Steuern akzeptiert. […] Rentierbullen setzen ihre Geweihe ein, wenn ise um die Gunst der Weibchen rivalisieren, und werfen sie am Ende der Paarungszeit ab, wenn der Winter einsetzt. Schnell wächst ihnen ein neues Geweih, das aber über mehrere Monate ganz zart und weich ist, mit Blutgefässen ganz dicht unter der Oberfläche, und das erst im Herbst wieder richtig hart ist, wenn die Bullen abermals kämpfen. Die Weibchen dagegen werfen ihr Geweih zu einem anderen Zeitpunkt ab. Sie bekommen dann Jungem wenn die Geweihe der Männchen noch ganz weich sind, und darum behalten sie ihre Geweihe etwas länger, um ihre Kälber gegen Feinde zu verteidigen. Sie tragen sie wie Kronen der Unverwüstlichkeit.“

    • villadurchzug villadurchzug

      Danke für deine Begleitung. Die Rentiere kosten in gekochter Form vorzüglich und sind sehr bekömmlich. Der Heimwehbiber ist zwischenzeitlich beinahe verschnaust und musste der Runebergintortu weichen.

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