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Tag 9: grått i gråt

Lange Stunden im Grauen fuhr ich mit dem Blauwal weiter nordwärts. Ich habe mich entschieden, die Reise weiter gegen Norden fortzusetzen und die kommenden Tage gelassener trotz bescheidensten Wettervorhersagen anzugehen. Die Gyda hält das Wettergeschehen weiter fest im Griff. Unglaublich warme und feuchte Wassermassen aus der Karibik werden weiterhin bis weit in den Norden verfrachtet…. Die Strassenverhältnisse waren sehr bescheiden, von Wasserpfützen, groß wie Fjorde bis Schneetreiben, mit Sichtbedingungen wie in einem Unterschneebot. Über das Saltfjellet war Kolonnenfahren mit Pflug obligatorisch, der nach knapp 2h warten dann endlich auch fuhr. Ja nicht den Vordermann verlieren, zum Teil stürmte und schneite es dermaßen stark, dass man ohne Vordermannanschluss anhalten müsste und verloren wäre, wo die Straße rechts beginnt und links endet. Vor lauter nichts sehen können, hab ich die Überquerung des Polarkreises verpasst.

Übrigens: Soviel Elche, Bambis und Füchse wie heute hab ich noch nie die Straße vor mir queren sehen.

So erreichte ich dann nach tagelanger Schleichfahrt durch Matsch, Wasserglunggen und dick festgepresstem Schnee die Ortschaft Innhavet.

Ein Kommentar

  1. Herr Ärmel Herr Ärmel

    Und was halten wohl die Elche, Bambis und Füchse vom Winter?
    „Pflanzen und Tiere kämpfen nicht gegen den Winter an. Sie tun nicht so, als würde der Winter gar nicht einziehen, sie versuchen nicht, genauso weiterzuleben wie im Sommer. Sie bereiten sich vor. Sie passen sich an. Sie durchlaufen unglaubliche Metamorphosen, um den Winter zu überstehen. Winter ist die Zeit des Rückzugs von der Welt, der maximalen Ausnutzung knapper Ressourcen, brutaler Effizienz und Unsichtbarwerdung. Winter ist eine Bewährungsprobe.“

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