Auf von der letzten Nordfahrt bekannten Pfaden stromte ich heute dem Winter, der Ruhe, dem Licht, der Weite entgegen. Ich komme an.




… ein paar Mittagsbilder…
Am Ladestopp liess sich der Frunk (vordere Haube mit dem Staufach darunter) nicht mehr öffnen, festgefroren bei – 25Grad. Dummerweise befinden sich darin die Winterschuhe und das ganze Ladeequippment für de Kutsche. Nicht verzagen und etwas Enteisungsspray anwenden, bevor ich erfriere. Der Enteisungsstoss hatte zur Folge, dass sich die Haube um ca 3cm öffnen ließ und beim Sicherheitsstopp anstand. Mehr Enteisungsspray hatte keine Änderung gebracht. Die Haube hing immer nach 3cm am Sicherheitshacken fest. Das Internet bot keine Informationen über einen möglichen Trick, der das Haubenschloss manuell öffnen ließ. So fuhr ich weiter, die Füße bereits arg gekühlt, ja die warmen Winterschuhe befinden sich vorne im Frunk.
Tesla, we have got a problem. Tesla Winterthur wusste nach längerer Abklärung, dass man manuell den Riegel für die Haubensicherung schieben kann, indem man durch den 3cm-Spalt durch die Öffnung der Verriegelung mit einem Finger zwängt und diese durch das schieben nach rechts auslösen kann. Gesagt, bei der nächsten Ausfahrt angehalten und getan. Die Haube klappte auf, gab den Inhalt preis, den ich umgehend im Heck verstaute. Die ganze Verriegelung ist vereist. Da warte ich wieder auf Temperaturen über null zurück in der Schweiz.
Glücklich und entspannt fahre ich durch die grandiosen Weiten und verschneiten Wälder Äkäslompolo entgegen. Eine kleine Hütte im Wald eines Hostels ist mein Zuhause für die nächsten 3 Tage.


Wetter: -22 bis -25Grad, leicht bewölkt
Exklusiv für alle Bloglesenden, so hört sich der Winter in Lappland an.

Deine mittäglichen Lapplandbilder sind wunderschön…der knarrende Schnee unter deinen Füssen lädt dazu ein, sich nach ausgedehntem knarrenden Outdoor-Entdeckungen einzukuscheln in eine (gelbe ?) Decke und bei einem wohlig warmen Kaminfeuer abzutauchen in Lesewelten (Nils Holgersson ?) oder Gedankenwelten.
Frostbeulen zieren meine Finger vom handschuhfreien Fotografieren. Versprochen, was werden noch mehr Fotos folgen. Vielleicht animieren die Bilder, zu Hause den Winter draussen knirschend zu genießen.
Dis donc, une cabane! Dein Plan klingt nach Entschleunigung. Ob Du nun der Kälte trotzt und auf andere Art dem Temporausch frönst oder am gemütlichen Kamin sitzt – geniesse es!
„Als der Junge am nächsten Morgen aufwachte und auf das Eis herunterglitt, mußte er lachen. Während der Nacht war eine große Menge Schnee gefallen, und es schneite immer noch. Die Luft war voller weißer Flocken, die so groß waren, daß man glauben konnte, erfrorene Schmetterlinge zu sehen, bevor sie zu Boden fielen. Auf dem See lag der Schnee mehrere Zentimeter hoch, die Ufer waren weiß, und die Wildgänse waren in so viel Schnee gehüllt, daß sie aussahen wir kleine Schneewehen. Hin und wieder bewegten sich Akka oder Yksi oder Kaksi, doch wenn sie sahen, daß es immer noch schneite, versteckten sie schnell wieder die Köpfe unter den Flügeln. Wahrscheinlich meinten sie, daß man bei solchem Wetter nichts Besseres tun könne als zu schlafen, und darin gab ihnen der Junge recht.“
Das frische winterliche Wetter lockte mich aus der Hütte! in die Weite. Vielleicht kreuzte mein Weg den schlafenden Akka, Yksi oder Kaksi?
Hoi Thomas,
wir frieren beim Lesen Deines Blog von gestern!!!! Aber wir haben heute Nacht wahr-scheinlich auch „nur“ bis Grad minus; it aber nichts was Du im hohen Norden erlebst!
Wir wünschen Dir weiterhin – jetzt guten Aufenthalt in diesem schönen und grossen und weiten Land!
Liebe Grüsse von daheim
Mammi und Däddy
Schön ist der Winter auch in der Schweiz eingetroffen. Ich glaub ich hab das erste Mal Frostbeiulen an meinen Händen, vermutlich vom kurzzeitigen handschuhfreien Fotografieren. ?