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Tag 12 – Was es alles zu sehen gibt

Ein Tag Sightseeing in der Universitätsstadt Tromsø führt beinahe zu einer Überflutung der Sinne. Hafen, Eismeerkathedrale, Bibliothek, Polarmuseum, schöne Häuser, tolle Bar’s, nette Menschen, deren männliche Ausprägung Hippsterbärte trägt.

In einem absolut leckeren Fischrestaurant entschied ich mich für ein traditionelles Wintermenü, mit Fischsuppe, Kabeljau (ohne Kabel, dafür viel Jau) und 2 Dingens auf dem Teller, die ich weder identifizieren noch mit Hilfe des Kellners genauer eruieren wollte. Getreu dem Motto: „Was der Bauer nicht kennt…“ verschlang ich die Dingens um dem Sprichwort nicht Genüge zu tun. Beim anschliessenden Streifzug durch die Stadt zurück ins Hotel ist mir aufg fallen, dass die Schultern ganz schön verspannt sind. Die Erklärung scheint einfach: Ich hab mich dabei ertappt unterstützt durch die Kälte meine Schultern unbewusst hochzuziehen. Vermutlich fühlen sie sich dann dem warmen Körperstamm näher und frieren so weniger.

In dieser Schulterhaltung wie jeden Abend auf Nordlichtsuche. Wer welche findet, darf sie behalten.

Ein paar Gedanken und Beobachtungen finanzieller Art:

„Nur Bares ist Wahres“ scheint im Norden Europas keinen Wahrheitsgehalt zu besitzen. Sämtliche Bezahlungen auf der Reise, ungeachtet der Höhe oder der Art der Bezahlung liefen ausschliesslich über die Plastikkarte. Nur einmal in Schweden, als die Betreuerin des Wandererheims wegen garstigsten Strassenverhältnissen nicht persönlich Einkassieren kommen konnte, legte ich ihr einen Schein gut versteckt zur Begleichung meiner Übernachtung hinter das Radio.

Die Kreditkarte glüht, insbesondere in Norwegen. Die Preise sind auch für zürichgepegelte Schweizer hier in Norwegen hoch. Ich hoffe, die Kreditlimiten auf der Karte werden länderspezifisch automatisch angepasst ?. Viele alte Häuser sind frisch renoviert, viele Häuser sind neu entstanden. Und wenn ich zu den Fenstern hineinschaue sieht es überall wunderbar heimelig drinnen aus und seltsamerweise erinnert es mich an IKEA. Geld scheint vorhanden zu sein, ich stelle mir die Frage, woher es kommt? Ölverkauf? Fischzucht und Fischfang? Tourismus der Nordlichtsuchenden? Böse (Fisch)Zungen behaupten, das Märchen der wunderschönen japanischen Kinder, gezeugt unter der Aurora Borealis, sei vom Tourismusbüro in Alta erfunden worden…

Wetter: warme -6 Grad, windstill und bewölkt

Strecke:

2 Kommentare

  1. Herr Ärmel Herr Ärmel

    Ob sich der grosse Thomas im Land der Trolle zwecks Kälteschutz auch ein Hipsterbart stehen lässt? Bis Du wieder da bist, dürfte er die richtige Züri-konforme Länge haben. Wie wunderbar, dass Deine nächtlichen Spaziergänge nun fast regelmässig mit Lichtzaubern belohnt werden. Es bleibt wohl nach wie vor ein atemberaubendes Spektakel für Dich und für uns Südländer sowieso. Sollen wir crowfounden, damit das Kässeli trotz der hohen Preise liquide bleibt?

    • villadurchzug villadurchzug

      Guten Morgen Herr Ärmel, der aktuellen farblichen Situation meines spriessenden Hippsterbartes geschuldet, habe ich dem weisslichgrauen spriessen im Wochenrhythmus ein Ende bereitet. Die Gefahr mit einem Polarfuchs verwechselt zu werden, war mir zu drückend. Umsomehr geniesse ich die Kälte mein glattes Kinn umspielend. Solange die Plastikkarte noch Geld spukt, bleibe ich tiefenentspannt und käme gerne auf deine Möglichkeit zurück, sollte ich es nicht mehr in die Schweiz zurück schaffen.

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