Eine lange Fahrt über Land von Danzig nach Vilnius liess mich erahnen, wie gross Polen ist und wie weit die Degradation der Batterie des Tesla‘s fortgeschritten ist.
Eine kleine Übersicht zuerst auf der Karte:

Der Tesla S 75D, mittlerweilen 10Jahre unterwegs mit gegen 340000km fährt sich nach wie vor sehr angenehm, wie am ersten Tag. Einzig die Kapazität der Batterie ist merklich geschrumpft und die Ladegeschwindigkeit ist eher gemütlich, vorallem, weil man mit der geschrumpften Batteriekapazität den Wagen häufig über 80% laden muss, um eine nächste Säule zu erreichen.

In den letzten Jahren rechnete ich pro Prozent Ladung der Batterie mit 2,5km Reichweite im Norden bei Winterverhältnissen. Nun sind es noch 2km. Dies bedeutet, dass ich bei 100% Ladung der Batterie noch mit 200km Reichweite rechne (statt 250km, wie das letzte Mal). Strecken, die ich vor 2 Jahren noch überbrücken konnte, sind nicht mehr möglich ohne eine Zwischenladung. Dafür sind mehr Stromtankstellen errichtet worden und ich lade in Polen und Litauen nur selten bei Tesla-Superchargern mehr. Erstens stehen diese häufig weitab der Knotenpunkte, haben wenig Ladepunkte und sind überlastet, so dass man anstehen und 25Minuten warten muss (Kaunas). Dafür hat man bei Nichtteslastationen nicht immer die Gewähr, dass sie funktionieren. Wobei ich bis jetzt nie eine entsprechende Situation vorfand und gar mit Kreditkarte direkt an der Säule bezahlen konnte.
PS: aus unerfindlichen Gründen läuft seit dem Grenzübertritt die Internetverbindung des Wagens nicht mehr. Immerhin kann er mit meinem Telefon verbinden. Mal gucken, ob es in den beiden weiteren baltischen Staaten wieder funktionieren wird.
Nach 20:00 (minus 1h Zeitzone) in Vilnius eingetroffen und wiederum im Shakespeare-Boutiquehotel eingeckeckt. Sie waren ausgebucht, fanden dank dem Telefonanruf jedoch noch ein Zimmer.





Ich freue mich auf den Tag morgen in Vilnius.


Weit im Norden ist er schon
Der Kumpel „Tesla“ verbrät zu viel Strom
Da gilt’s genau die Reis zu planen
Welch Drama ohne Strom lässt sich erahnen
Dann auch noch kein Internet
Der Kumpel wahrlich gar nicht nett
Im Hotel grad noch einquartiert
Das schöne Städtchen wahrlich aufpoliert
So scheint ein erlebnisreicher Tag zu enden
Schön wenn sich’s tut zum Guten wenden
So denkt an dich auf deiner Tour da
Natürlich Frau Dramaturga