Frisch um ein Nacht verlängert hoffe ich, die Nordlichter das erste Mal zu erspähen. Dazu braucht es eine klar, kalt Nacht und Sonnenwind.
Die Nacht war klar und frisch mit -27Grad, der Sonnenwind blieb aus und ich versank im Bett.

Heute gestaltete sich der Tag grau, dafür angenehm warm mit -15Grad. Ein Marsch über gefrorene Seen führte mich nach Kuhmo und zurück.

Mondrian war auch bereits hier:




Auf dem Weg zurück wehte ein eisiger Wind gegen das Gesicht und liess die Nase erbleichen. Mal gucken, ob sie in der anstehenden Sauna kleiner wird.
Apropos Sauna: einige Finnen mögen es ganz grauselig heiss in der Sauna und werfen Wasserkelle um Wasserkelle auf den Ofen, bis der üppige Dampf mich aus der Sauna treibt. Interessanterweise sitzen sie manchmal auf der untersten Ebene der Sauna, wo es am Kältesten ist und netzen den Ofen fleissig, während es die weiter oben sitzenden Saunagänger wie Krabben im Topf kocht.
Apropos Kochtopf: Ein Vanillecloudberriesteerdessert oder vaniljatervajäätelöä ja hillaa.

Für Tony.
– es riecht jeden Abend wie bei uns…


Vermutlich hat eine ähnliche Erfahrung die finnischen Sprichworterfinder inspiriert: „Mitä tuuli kivelle mahtaa“ (= Was kann der Wind dem Stein schon anhaben). Hoffentlich ist die Nase wieder aufgetaut und wieder fähig, eine R’torttu zu erschnuppern.
Die Torttu sind im Wagen auf -20Grad gefroren und ziemlich arm an Geruch. Morgen versuche ich sie aufzutauen. Ich bin gewunderig , wo die gesprichten Wörter herkommen.