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Tag 15: Das verrückte Klima – oder sind es wir?

Klimaerhitzung muss man schreiben. Die Erwärmung ist zu niedlich dafür, was hier grad abgeht. Tromsø hat Tauwetter bei sagenhaften 8Grad. Es fühlt sich nicht richtig an, wie bei uns im Frühling, wenn der letzte Schnee rasch wegschmilzt. Die Wärme begleitet mich weit bis nach Finland hinein. In Kilpisjärvi sind es noch immer 4Grad und erst in Hetta fällt das Thermometer auf -5Grad. Normalerweise sind es -20 bis -30Grad hier.

Der Abschied von Tromsø bei 8 Grad fällt leicht, suche ich doch die Kälte, den Winter, das Koselig.
Kilpisjärvi, noch immer 4 Grad. Den Saana hab ich beim letzten Mal bestiegen 😀.
Sonnenuntergangsstimmung, die mich über Stunden auf der Fahrt begleitete.
Abendstimmung kurz vor Hetta.

So schön die Abendstimmung war, so schön präsentierten sich unerwartet die Nordlichter. Weil sie sich so rasch bewegten, sind die Aufnahmen etwas verschwommen. Sie wallten wie Gardinen und flitzten wie schnelle Schneeschauer am Himmelszelt. Zwischendurch waren sie so hell, dass Schatten der Bäume am Boden entstand.

Wetter:

8 bis -5Grad, bewölkt, windig

3 Kommentare

  1. Frau Dramaturga Frau Dramaturga

    Aha da sind die Lichter aufgetaucht
    Wunderschön grün angehaucht
    Sehr eindrücklich sieht das aus
    Das treibt sogar die Dramaturga in die Kälte raus
    Schöne Bilder hast da eingefangen
    Bist auch weit dafür gegangen
    Nun haben sie sich doch gezeigt
    Sie haben sich vor dir verneigt
    Das kennt das warme Land halt nicht
    Höchstens Mond im fahlen Licht
    Spiegelnd in Dramaturgas warmen Meereswellen
    Spiegelungen glitzernd auf dem Wasser sich dazugesellen
    So freut es mich für dich enorm
    Dies zu sehen in dieser wunderschönen Form
    Farben die verzaubern den Betrachter tief
    Bevor die Dramaturga rief:
    Nach Hause kommen es ist Zeit!
    Auch hier ist‘s so schön verschneit

  2. Herr Ärmel Herr Ärmel

    Deine Empörung, sicher auch Dein Fluchen, kann nicht laut genug sein und man kann dem nur zustimmen. Und nicht nur das Klima geht angesichts des rücksichtslosen Raubbaus zu Grunde, sondern auch Sprachen. So zum Beispiel das Nenzische, das in der Tundra Sibiriens gesprochen wird. Dort fällt im Winter immer öfter Regen statt „Sira“ (Schnee), der dann vereist, was das Weiden der Rentiere verunmöglicht. Und die Gasförderung unter dem Boden greift ebenso die Lebensgrundlage der Nenzen und ihrer Herden an.
    Es muss geflucht werden!

    • villadurchzug villadurchzug

      Danke für dein Mitfluchen, deine Unterstützung. Auch hier in Kautokeino ist es statt -30 nur -3Grad, auch hier fällt immer mehr Regen im Winter, der den Boden vereisen lässt und auch hier für die Rentiere scharrend undurchdringbar wird. Menschen wacht auf, es ist 12.00Uhr!

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