Å ist der letzte Buchstabe im norwegisch/dänischen Alphabet, das 29 Buchstaben enthält. Zudem ist Å das westlichste und letzte Dorf auf den Lofoten, das Ende der Welt.
Die Reise führte durch kleine Fischerdörfchen, die sich auf den Start der Dorschfangsaison vorbereiten und die Trocknungsgestelle ausbessern oder sich auf den Turistrom einstellen und noch Inventar im Laden und die letzten Turiartikelbestellungen durchführen.
Irgendwie seltsam fand ich, dass alle Ortschaften Rorbuer im Namen tragen. Vielleicht ist das eine Bezeichnung für den westlichen Teil der Lofoten? Neinneinnein 🤣
Rorbu (plur. Rorbuer) ist die norwegische Bezeichnung für eine nur saisonal genutzte Fischerhütte. Das Wort Rorbu setzt sich aus den Wörtern „Ro“ (Rudern) und „bu“ (Wohnen) zusammen. Die Hütten wurden insbesondere in der Provinz Nordland errichtet und erlaubten das Abfischen von Fischbeständen in Gegenden, in denen ein ganzjähriges Überleben nur mit größter Mühe möglich gewesen wäre, etwa bei der Dorschfischerei. Ein Rorbu ist aus Holz errichtet und meist mit der früher billigen roten Tranfarbe gegen Witterungseinflüsse geschützt. Mehrere Fischer teilten sich das Gebäude. In einigen Gegenden gehörten die Rorbuer kapitalkräftigen Geschäftsleuten, die die Hütten an die Fischer vermieteten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verloren die Rorbuer an Bedeutung, weil zunehmend mit größeren Booten gefischt wurde, die der Mannschaft Unterkunft boten und beheizbar waren. Viele Rorbuer verfielen und wurden abgerissen. Erst ab den 1960er Jahren wurden gut erhaltene Rorbuer restauriert und als rustikale Unterkunft für Touristen angeboten. Viele Rorbuer wurden mit zunehmendem Tourismus sogar neu gebaut. (Quelle. Wikipedia)
Es folgt auf dem nachfolgenden Bild eine super Erklärung der Stockfischproduktion. Martin aus Henningsvær erklärte, dass es im Sommer mit Bier genossen oder als Proviant auf Wandertouren in den Lofoten schmackhaft sei. Langsam werde heutzutage die traditionelle Fischtrocknerei wiederausgebaut. Dank dem Wind, den kühlen Temperaturen und der Meeresbrise, die das Salz über die Luft liefert, gelingt die Trocknung ohne Bakterien- oder Pilzbefall. Das einzige Problem sei der organische Ausstoss der überfliegenden Seeadler.







Die Kunst findet in Reine ein Plätzchen.



Wetter:
Bewölkt bei 3 Grad, zwischendurch leichter Regen und Aufhellungen, schwacher Wind
Dieser Blogeintrag entstand in einem Rorbu, dem Salzhaus, das 1925 bei einem Hochwasser von den Fluten mitgerissen und 1927 neu gebaut wurde, Mögen die Fluten die nächsten Stunden das Salzhaus nicht Fluten.

Mit dem letzten Buchstaben des Alphabets am Ende der Welt – ein schönes Bild. Wenn man am Ende der Welt weiterfahren würde, kommt man wohl nach Grönland. Auch wenn dort die Versorgungslage ähnlich unwirtlich wie im winterlichen Å war, musste man sich immerhin nicht um Trinkwasser kümmern. Denn Schnee und Eis gab es dort in Fülle. Deshalb wurde das grönländische Wort „Immiaq“, das geschmolzenes Eis oder Schnee bedeutet, im Laufe der Zeit auch für Trinkwasser verwendet. Als im 19. Jahrhundert mit den dänischen Siedlern dann die ersten Lebensmittelimporte nach Grönland kamen, wurde die Bezeichnung auch für andere Getränke übernommen. In vielen Jägerfamilien wurde selbst Bier gebraut. Und auch das heisst in Grönland Immiaq.
Sowas – ganz lofotisch mit Stockfisch? – wünsch ich Dir heute Abend am gemütlichen Feuer. Skål!
Ich gab kmmer gedacht, dass am Ende der Welt der grosse Wasserfall kommt, mit dem man von der Erdscheibe in den Hades gespült wird. Eine tröstliche Vorstellung, dass dem nicht sovist und dafür Grönland wartet. Skål
Lieber Thomas
Deine Bilder sind so wunderschön. Wünschte streckenweise mit dir durch die Landschaft zu gondeln und kraxeln. Geniesse es und “take care”. 🤗
Liebe Pipilotta, schön – geniesse die Magie der Bilder und gondle mit. Ja es gelingt kaum, sich den arktischen Farben entziehen zu wollen. Es ist wiederum nur wunderbar und schön.
Hallo Thomas
Wirklich wunderschöne Bilder!
Kannst du einen original Lofoten getrockneten Fisch in die Skiferien mitbringen? Gerne ohne Seeadler Exkrementen 😉
Liebe Gruess Martin
Da ost mir eine Berner Platte doch viel lieber…